Zwischen Wein(reben), Gastfreundschaft und majestätischem Blau

Mein Wochenende im Thalhof: ein Gast erzählt …

Ein einfaches Einkehren würde dem neuen Thalhof nicht gerecht werden – es ist vielmehr ein Eintauchen in eine Auszeit der besonderen Art. Schon beim Eintreten erwartet uns ein strahlendes „Hallo“ von Sonja, der spritzig-guten Seele an der Rezeption. Unser lang ersehntes Urlaubswochenende in Kaltern verspricht ein wunderbares zu werden!

Dieses Gefühl verstärkt sich noch, als ich von unserem gemütlichen Zimmer auf den Balkon trete: der Weitblick haut mich fast um! Der Kalterer See hat sein schönstes Frühlingskleid hervorgezogen – in ihm spiegelt sich der klare blaue Himmel wider. Ganz eindeutig haben See und Himmel auch zum Farbkonzept des Thalhofs inspiriert! Aber nicht nur: Dagmar, die Gastgeberin im Thalhof, verrät mir nämlich, dass Blau schon immer ihre Lieblingsfarbe gewesen sei. Und so wie das Hotel-Interieur mit ihrer persönlichen Note gespickt ist, so sind es auch das Essen, der Service, das Freizeitangebot. Diese Frau weiß, was ihre Gäste wollen und brauchen! Immerhin ist sie schon seit vielen Jahren Gastgeberin und führte bereits den „alten“ Thalhof mit Bravour, wie ich von einigen Stammgästen erfahre.

Gartenliegen und Wein probieren

Koffer abgestellt, Urlaubsmodus eingeschaltet und einen ersten Terrassen-Aperitivo genossen, verbringen wir unseren Nachmittag im grünenden und blühenden Garten des Hotels. Vorbei am terrassenförmig angelegten Kräutergarten schlendern wir zum Outdoor-Pool. Das Flair erfüllt – ja, übertrifft! - meine Erwartungen: ein harmonischer Kontrast zwischen mediterraner Landschaft, Strandfeeling und Bergkulisse bringt den Urlaub auf den Punkt! Weinreben rings ums Hotel bilden ein Bett, die Architektur lässt das Haus beinah’ damit verschmelzen. Das Kalterer Planungsbüro „ambach project“ hat in enger Zusammenarbeit mit Familie Dissertori ein architektonisches Meisterwerk geschaffen: „Wir wollten bereits die Planung so sorgfältig gestalten, dass die Umsetzung am Ende ohne Unterbrechungen ablaufen kann“, erzählt sie mir. Wie das gesamte Projekt „neuer Thalhof“ so abgelaufen ist – vom Plan bis zum fertigen Gebäude – kann man sich hier sogar genau anschauen.

Das Ergebnis jedenfalls ist mehr als gelungen! Wer im Thalhof urlaubt, fühlt sich frei und beschützt zu gleich – und so geht’s gewiss nicht nur uns. „Ich könnte, wenn ich wollte“ ist das Gefühl, das in uns aufsteigt. Ich könnte an den See spazieren und baden, ich könnte Tretbootfahren, ich könnte zum Shopping in die Hauptstadt Bozen fahren. Ich könnte aber auch eine Wanderungen unternehmen, ein E-Bike ausleihen, im Out- oder Indoorpool ein paar Bahnen ziehen – und selbstverständlich könnte ich mich auch seelenruhig in die Panoramasauna setzen. Der Thalhof lässt uns freie Wahl. Und wir? Wir lassen’s heute einfach mal einfach angehen und bleiben, wo wir sind: im Garten. Mit einem Buch aus der hoteleigenen Bücherecke. Was will Gast mehr!

Abends folgen wir nach einem kurzen Plausch mit Klaus, dem Sohn des Hauses, seiner Empfehlung zur Weinverkostung. Damit wir uns dabei nicht allzu sehr dem blauen Interieur anpassen (;-)), geben wir uns vorab noch voll und ganz dem Antipasti-Buffet hin. Caprese, marinierte Miesmuscheln, Grillgemüse, Vitello Tonnato … leckerissimo! Die Weinprobe kann beginnen – wir sind jedenfalls vorbereitet!

See-lenruhige Unendlichkeit

Im Weinkeller begrüßt uns Sommelier Christian mit sicherem Händedruck – und genauso sicher und charmant führt er uns durch den Abend. Wir verkosten einen Weissburgunder der Kellerei Kaltern 2017, einen Thomas Niedermayr T.N.14 Solaris 2016, einen Edelvernatsch der Kellerei Kaltern 2016 und zum Abschluss einen Rèserve del Conte aus der nahegelegenen Kellerei Manincor, Jahrgang 2015. Dabei erfahre ich, dass die Südtiroler Weinproduktion nur 0,2 % des gesamtitalienischen Weinanbaus ausmacht, qualitativ aber mit der Spitze mithält. So erzählt es uns Christian – und ich kann das nach diesem Abend nur bestätigen!

Jung war der ein oder andere Wein – und jung ist auch noch die Nacht. Anstatt eine Etage höher zu unserem Zimmer zu gehen, gehen wir also eine Etage nach unten: und schleichen wie die Teenager durch den Hotelgarten zum Tor, das uns den Weg zum See freigibt. Ich sauge die klare Seeluft ein, während wir hinunter zu seinem Ufer schlendern. Wasser hat einfach etwas Magisches, Beruhigendes an sich! In kleinen, glucksenden Wellen bricht es am Ufer. Nur wenige Meter von uns entfernt erblicke ich eine Ente, die sich bereits in ihren federweichen Rücken gekuschelt hat. Und so sitzen wir da, im sanften Mondlicht und fühlen uns irgendwie unendlich … unendlich entspannt!

Morgen werden wir den ganzen Tag am See verbringen, das steht fest. Und während ich mich spät an diesem Abend in das weiche Hotelbett fallen lasse, denk ich mir, dass eine blaue Brille eigentlich noch viel schöner ist, als eine rosarote!

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